Die Umgestaltung der Kirche 2021

 
Innenraum der kirche mit Blick auf die Orgel und das Rosettenfenster
 
Es war Wunsch der Kirchengemeinde, dass der Kirchenraum hell, freundlich und einladend werden soll. Auch soll der Raum viele verschiedene Nutzungsmöglichkeiten bieten. Das Konzept der Architekten Frauke Roeder und Frank Heinz aus Waldkirch hat mit seinem Entwurf diesen Wunsch in die Realität überführt.
Durch den Einbau der seitlichen Emporen hat der Raum wieder eine Ausrichtung gewonnen, die durch den Verschluss der Chorapsis verloren gegangen war. Der Verschluss selbst wurde allerdings nicht rückgängig gemacht, da der zugrunde liegende Wunsch, das gottesdienstliche Geschehen in der Mitte der Gemeinde stattfinden zu lassen, auch im 21. Jh. seine Gültigkeit behält.
Durch die neue Altarwand mit dem eingearbeiteten Lichtkreuz ist einerseits der Raum eindeutig als Kirchraum definiert, andererseits erhält die Kirche eine gut zu nutzende Projektionsfläche, und der Kirchraum wird eng an die dahinter liegenden Räumlichkeiten angeschlossen. Mit dem „Blauen Salon“ ist zusätzlich ein neuer Raum für Gruppentreffen erschlossen worden.
Die Orgelempore wurde um 80cm gekürzt, damit sich der Raum den Eintretenden gleich öffnet. Durch das filigrane Geländer ist die Rosette aus dem Kirchraum wieder deutlich sichtbar geworden.
Damit im Raum verschiedene Nutzungen stattfinden können, sind die Prinzipalien mobil, und auch das Podest kann abgebaut oder räumlich versetzt werden.
Zusätzliche Möglichkeiten entstehen durch die moderne Medientechnik.
Letztlich sind aus allen Umbaustufen prägende Elemente im Raum sichtbar, und doch ist alles zu einer neuen Einheit verschmolzen. Aus der Gründungszeit stammen z.B. Grundriss und Rosette und aus dem Umbau 1934 ist der Kanzelfuß bewahrt. Aus der Umgestaltung 1974 stammt u.a. die Orgelempore in Beton, das Taufbecken und die Position des Altars. Die in 2021 neu erstellten Elemente sind aus Weißtanne, und somit haptisch und optisch erkennbar.