Die Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde in Elzach begann eigentlich erst mit der Flüchtlingswelle nach dem 2. Weltkrieg.
Die ersten Gottesdienste fanden damals im Saal des Gasthauses „Adler“ statt.
Durch den lutherischen Weltbund in Amerika wurde der Bau kleiner Kirchen in Deutschland unterstützt. So kam es zum Bau von 48 solcher Notkirchen bis 1950.
Professsor Otto Bartning vom Hilfswerk der Evangelischen Kirchen in Deutschland entwickelte das Konzept von Diasporakirchen im Serienmontagebau.
In Elzach wurde so eine Bartning- Kapelle 1952 errichtet, jedoch im Laufe der Jahre immer wieder umgebaut. So wurde zum Beispiel 1964 ein Chor angebaut und damit die Sitzrichtung geändert.
Die letzte größere Veränderung fand 2014 statt.
Es wurden der Altar, das Taufbecken, das Lesepult, das Kreuz und die Kerzenständer nach einem Entwurf von Hubert Kaltenmark aus Tettnang neu gestaltet.
Aus hellen Lindenholzstücken und mit Ruß eingefärbten MDF-Platten entstanden Prinzipalstücke die den historischen Weg der Johannesgemeinde wiederspiegeln.
Überwiegend miteinander verbunden bilden die hellen Holzteile einen stabilen Unterbau, wie die Wurzeln unter einem Baumstamm, also der Grundstock der Gemeinde.
Durch die markanten, zum Teil blau, orange, gelb, rot-weiß lackierten, Stangen werden die Wegmarken der Gemeinde dargestellt, wie die Orientierungshilfen wenn der Schnee alle Wege bedeckt und man doch sicher ans Ziel kommt.


